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Krankheiten - GSD-Typ IV


Glykogenspeicherkrankheit GSD IV bei Norwegischen Waldkatzen

Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine erbliche Fehlfunktion des Glukosestoffwechsels. Glukose wird in der Leber, den Muskeln und den Nervenzellen in Form von Glykogen gespeichert. Benötigt der Körper Energie so wird Glukose vom Glykogen abgespalten und als Energiequelle genutzt.

Bei einem erkrankten Tier kommt es zu einer abnormalen Glykogen Ausschüttung in den verschiedenen Zellen, was auf Dauer zu Fehlfunktionen in den entsprechenden Organen führt.
Kätzchen die von dieser Erbkrankheit betroffen sind, sterben entweder bei oder kurz nach der Geburt an Überzuckerung. Einige von der Erbkrankheit betroffene Katzenkinder überleben dennoch, haben aber leider eine nur sehr geringe Lebenserwartung von ca. vier Monaten. Ab den fünften Lebensmonat das Katzenkindes kommt es dann zu einer unaufhaltsamen Krankheitsverlauf, der leider zum Tode der Katze führt.

GSD-IV ist eine Erbkrankheit und wird rezessiv vererbt. Katzenkinder können nur an GSD IV erkranken, wenn die Mutterkatze und der Kater das mutierte Gen in ihrer Erbmasse tragen und an ihren Nachwuchs weitergeben.
Ein Trägertier kann selbst völlig gesund sein und wird nicht an GSD IV erkranken. Wenn nur ein Elterntier (Trägertier) betroffen ist, wird das mutierte Gen prozentual an den Nachwuchs weiter gegeben, ohne dass die Katzenkinder erkranken. Diese können wiederum zu Trägertieren der Glykosespeicherkrankheit werden.

An dieser Stelle ist es wichtig zu erwähnen das niemals zwei Trägertiere der Glykosespeicherkrankheit miteinander verpaart werden dürfen, denn das würde den sicheren Tod der Kitten bedeuten.

 

Hier sind die Züchter der Norwegischen Waldkatzen angesprochen. Lassen Sie Ihre Katzen in Ihrem Bestand Alle testen. Trägertiere dieser Erbkrankheit könnten verantwortungsvoll mit entsprechenden gesunden Katzen verpaart werden. Die Kätzchen solcher Verpaarungen gehören ungetestet nicht in eine Zucht. Verantwortungsvoll wäre es allerdings wenn mit allen Katzenkindern aus einer Verpaarung mit einem Trägertier wiederum die entsprechende DNA-Analyse durchgeführt wird.

 

Der Liebhaber der einem Kätzchen aus der Verpaarung mit einem Trägertier ein neues Zuhause gibt, muss sich keine Sorgen machen dass sein Liebling an GSD IV erkranken wird. Verlangen Sie in ihrem eigenen Interesse von dem Züchter ihres auserwählten Katzenkindes, Einblick in die Testergebnisse der Elterntiere.

 

Copyright: Carmen Krüger