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Welche Katze ist nun die richtige für mich ?

 

Sollte ich mir eine Hauskatze holen ?


Als Hauskatze würde ich eine normale Europäische Kurzhaarkatze, die oftmals auf Bauernhöfen, in Scheunen, Gartenkolonien etc. lebt, bezeichnen. Diese bekommt ihre Jungen zunächst unentdeckt abseits in einer Scheune, Schuppen oder unter einem Verschlag, selten im Haus.


Wenn diese Katze zuvor kaum zum Menschen bezug hatte, wird Sie ihre Kätzchen vorsorglich verstecken; abseits menschlicher Nähe. Die Katzenmutter achtet auch darauf dass sie mit ihren Kleinen nicht entdeckt wird.

Die Kätzin lehrt ihren Kindern von Anfang an, sich instinktiv und vorsichtig vor allem Fremden zu verstecken. Es ist eine Gesetzmäßigkeit, die hilft vor Feinden zu schützen. Die Katzenbabys werden
ausschließlich von ihrer Mutter betreut.


Wenn die Mutter schon schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat, vielleicht verjagt und gehetzt wurde, gibt sie diese Eigenschaften an ihre Kinder weiter.
Für ihre Zukunft ahmen die Katzenkinder ihrer Mutter nach und empfinden den Menschen oft als Bedrohung.


Leider kommt noch dazu dass man man eine Katze vom Bauernhof sehr selten stubenrein bekommt, denn sie sind nun mal frei geboren und lassen sich schwer umerziehen.

Generell möchte ich aber nicht von einem solchen Kätzchen abraten, denn bei den Hauskatzen gibt es ganz sicher auch schmusige und sanfte Katzenkinder.

Oder doch besser eine Katze aus dem Tierheim ?


In Tierheimen leben viele Katzen, darunter junge Kätzchen aber auch ältere Katzen. Fast täglich gibt es Neuzugänge.

Man kennt das Wesen der Tiere im Detail nicht; sie werden halt mit Futter und Obdach gut versorgt, mehr Zeit bleibt leider oft nicht. Welche Krankheiten in den einzelnen Katzen stecken, kann nur vermutet werden.

Falls Sie sich für solch ein Tier entscheiden sollten, müssen Sie viel Geduld mitbringen und erwarten sie bitte nicht zu viel - sonst würden Sie vielleicht enttäuscht werden. Es ist bei Tierheimkatzen anzuraten zweien ein neues Zuhause zu geben; sie werden sich dadurch sicherer fühlen.

Falls Sie sich für eine ältere Katze entscheiden sollten, haben sie eventuell eine ruhigere Katze und das Tierheimpersonal kann Ihnen vielleicht Auskunft über den Charakter des entsprechenden Tieres geben; denn ein Kätzchen kann doch sehr wild sein und viel Unsinn anstellen.

Aber bedenken Sie immer, dass es für eine Katze schlimm ist wieder abgegeben zu werden. Überlegen Sie deshalb vorher genau, ob Sie genug Toleranz bei Alltagsproblemen aufbringen können.


Für eine Schutzgebühr (so um die 80 €) geben Tierheime ihre Schützlinge an den neuen Besitzer ab. Die Tiere sind dann aber voll geimpft und meist kastriert.


Naja und beim Züchter ?


Da gibt es leider auch einige Unterschiede und nicht nur im Preis. Schauen Sie sich bitte die Zucht genau an. Ist es eine seriöse Zucht? Züchterlisten finden Sie im Internet oder in den entsprechenden Katzen/Tierzeitungen. Schauen Sie genau hin um einen guten Züchter zu erkennen.

Wie werden die Rassekatzen gehalten? Können sie sich die Elterntiere ansehen? Lebt der Züchter mit seinen Tieren zusammen, oder sind sie irgendwo separiert? Wie viele Katzen sind in der Zucht? Ist zu erkennen, dass es um ein Hobby geht?
Ist der Züchter Mitglied in einem Rassekatzenverein ?

Lassen Sie sich in keiner Weise unter Druck setzen bei Ihrer Wahl. Besuchen Sie verschiedene Zwinger und machen Sie sich selbst ein Bild. Aber bitte nicht an einem Tag, Sie könnten Krankheitskeime von einer Zucht zur nächsten Zucht mitnehmen. Das wäre echt nicht fair gegenüber den jeweiligen Katzenkindern, die vielleicht nach Ihrem Besuch erkranken könnten.

Werde ich geduldig und kompetent beraten; auch nach dem Kätzchenkauf? Legen Sie großen Wert auf den Stammbaum, das ist der Personalausweis Ihres Katzenkindes und Ihr Eigentumsnachweis. Im Kaufvertrag wird alles Wichtige niedergelegt, lassen Sie sich auch den Impfpass aushändigen, um zu erkennen, ob alle Entwurmungen/Impfungen vorgenommen wurden.

Frühstens im Alter von 12 Wochen darf das Kitten in sein neues Zuhause einziehen.

Nun noch einige allgemeine Denkanstöße:

Es ist immer besser zwei Katzen ein neues Zuhause zu geben. Sie vertreiben sich gegenseitig die Zeit und es kommt keine Langeweile auf, worunter sonst eventuell die Tapeten, Gardinen oder Sessel leiden müßten.

Rassekatzen sind nicht gerade billig, aber kaufen Sie nie eine solche in einer Tierhandlung oder von Verkäufern undurchsichtiger Inserate und Herkunft der Tiere. Katzen aus Massenzüchtungen sind oftmals aus dem Ostblock.

Es fehlt die sehr wichtige Sozialisierungsphase und oft hatten sie nur kurz Gelegenheit mit der Mutterkatze zusammen zu leben und konnten somit wichtige Dinge wie z. B. Sauberkeit nicht erlernen. Also wird das Wesen dieser Kätzchen fast so wie bei frei geborenen Katzen vom Bauernhof sein.

Durch Mangelernährung und fehlende medizinische Betreuung sind diese Kätzchen häufig krank und Sie müssen damit rechnen, dass sie das eingesparte Geld vom Kauf der Katze zum Tierarzt tragen werden.


Katzen aus einer seriösen Hobbyzucht sind an den Menschen gewöhnt und scheuen nicht vor den Händen, Geräuschen oder gar Kindern zurück. Sie haben volles Vertrauen zum Menschen, was man gut bei den erwachsenen Tieren in einer Zucht erkennt.


Egal wie Sie sich entscheiden, nehmen Sie niemals ein Tier aus Mitleid. Sonst wird weiter unverantwortlich vermehrt und dafür ist ein Tierleben zu wertvoll!